Installationen

Installationen beziehen sich auf einen bestimmten Raum oder Platz.

Aus einer Situation heraus oder entlang eines vorgegebenen Themas ein Konzept zu entwickeln, ist ein ganz besonderer Anreiz für neue Ideen.

 

Bestandteil meiner Installationen sind sowohl eigens dafür kreierte Bestandteile als auch vorhandene Skulpturen oder Objekte aus meinem Fundus. Eigenständige Skulpturen werden zur Requisite. Im Rahmen der Installation bietet sich Gelegenheit, zu überprüfen, ob Skulptur in meinem Sinne funktioniert. Es können sich aber auch ganz neue Sinnzusammenhänge und Perspektiven ergeben, die mich in meiner Arbeit weiterbringen.

Innenwelten

Bei dem Keller handelt es sich zunächst einmal um das Innerste des Weinguts. „Innenwelten“ beschreibt gleichzeitig auch seelisches, die innere Verfassung von Menschen.

Als Requisite dienten mir die Masken meines „Skulpturentheaters“ (Sandstein). Während es bei dem „Skulpturentheater“ eigentlich um Beziehungen und Rollenzuweisungen geht, verweisen die in den vorgefundenen Nischen separierten Masken in diesem Fall auf die innerste Einsamkeit des Menschen, der sich niemals vollständig mitteilen kann. Es berühren sich allein die sich kreuzenden Schatten. Weitere Bestandteile waren das „Ei“ und die „Kammer“ aus Mammutbaum, die für Anfang und Ende des Lebens stehen können.

Die Biergartenstühle standen als Platzhalter für das Leben. Besucher konnten Platz nehmen und eventuell in Kontakt kommen - im Gegensatz zu den Masken.

Oliandi 2019 - Weingut Wick, Zell

Naturkultur Rodgau 2016

Sehen und gesehen werden

Die Masken meines Skulpturentheaters sind inspiriert vom klassischen Theater.
Sie laden dazu ein, die eigene Person einmal hinter sich zu lassen und sich in andere Rollen und Situationen hinein zu denken und zu fühlen - ähnlich, wie es Schauspieler tun.

Die surreale Verfremdung der Bäume bezieht sie in das Geschehen ein und verweist auf die Wechselwirkungen zwischen Natur und Kultur.

Skulpturentheater 2013

Die Masken des Skulpturentheaters sind inspiriert vom klassischen Theater. Es geht dabei um Rollenzuschreibungen und vor allem auch um Beziehungen zwischen Skulpturen, die diese Zuschreibung beeinflussen. Das Ziel ist die Erzeugung eines Geschehens, in dem sich der Betrachter wieder findet und in das er sich vielleicht auch hinein empfindet. Vielleicht fühlt er sich eingeladen, die Maske zu benutzen und so eine Rolle einzunehmen.
Die Masken sind aus 40 - 50 cm hohen Sandsteinfindlingen gearbeitet und ausgehöhlt. So entstehen offene Formen mit einem Innen und Außen, verbunden durch Augenlöcher. Ich arbeite ergebnisoffen und lasse mich von der Form des Findlings leiten. Ich versuche die Gesichter vom Ausdruck her offen zu halten.

Meine persönliche, sich während der Arbeit manifestierende Rollenzuweisung soll nicht die einzig mögliche bleiben.
Im Rahmen einer Installation oder Performance können zwei oder mehr Masken in Beziehung zueinander gesetzt werden. Aus diesem Zusammenhang heraus können sich in der Phantasie des Betrachters Rollenzuschreibungen etablieren. Es geht um die Möglichkeit von Zuschreibungen, von Identitäten und deren Hinterfragung.

"du und wir und sie und alle", Tanzperformance von Sarah Hellein 2013

Golsen-Park, Zell

Schöpfen und Aufbewahren 2011
 

In meiner Installation setze ich mich mit dem Kultursommer-Motto „Natürlich Kultur“ auseinander, das für mich die Frage nach dem Ursprung von Kultur beinhaltet:

 

Ich nehme dabei Bezug auf die These, dass die Notwendigkeit zu Bewässern im alten Orient zur frühen Kulturbildung beigetragen haben könnte. Die Menschen waren gezwungen, sich für entsprechende Großprojekte zu organisieren. Die Welt einzurichten und zu gestalten, ist als innere Notwendigkeit in der menschlichen Existenz angelegt. Sie markiert die Menschwerdung und damit den Beginn von Kultur.

 

Die Schalen haben eine Größe zwischen 25cm und 70cm Durchmesser. Ihre Form bringt die natürliche Färbung des Holzes zu Geltung: Mammut gehört zu den Kernhölzern und hat einen roten Kern (red wood), während das Splintholz hell ist.

Anlässlich der Ausstellung „Renaturiert“ im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz am 28.4.-1.5.2011Wasserleitung:„vierzehn Stufen“ aus Resten einer Treppe (Stragula, Doppelklebeband, Wäscheleine mit Klammern)sowie zwölf „Schalen“ aus den Resten eines Mammutbaums (25-70 cm Durchmesser). 

"menscheme connection" 2000

208 Sperrholz-Teile, Fliesenkeile mit Sandkiste zum Montieren, ca. 75 cm x 75 cm x 6 cm
Anders als bei einem Puzzle passen die „Menschchen“ nur ungefähr zusammen und sind austauschbar.
Die für die Hängung nötige Spannung und Stabilität wird durch das Einstecken der Fliesenkeile erzeugt.

Die Teile wurden im Rahmen einer Straßenaktion von Kindern bemalt.

© 2020 by Sonia Misik Design